Zulya & The Children Of The Underground
The Waltz Of Emptiness
(Westpark/Indigo)
Ungewöhnlich genug ist die Biographie der Zentralasiatin ja auf jeden Fall: In Tartarstan geboren wanderte die Sängerin nach Australien aus, um dort in regelmäßigen Abständen Weltmusikpreise abzuräumen, mit einer einzigartigen Mixtur aus folkloristischen Weisen und ethnojazzigen Arrangements. Nun unterzieht sie sich einer weiteren wundersamen Metamorphose, vom weltgewandten Steppengirl zur Stadtmelancholikerin.
Für ihr viertes Werk ist sie im Moskauer Großstadtgewühl gelandet. Und das wird mit vielen Stilmitteln abgebildet: Mal chanson-like mit Musette und E-Gitarren-Tropfen, dann mokiert sie sich mit einer Humba-Kapelle übers urbane Getriebe, mit einem Vibraphon geht's in den Metro-Schacht. Und zwischendrin bricht immer wieder mit waidwunden Vokalisen die Sehnsucht nach der Heimat durch, dazu tremoliert leise und bewegend die Balalaika.
review: Stefan Franzen
Review zu Zulya - Elusive
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