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Jazz thing 71

blue rhythm. review
Sanna Kurki-Suonio - Huria
 
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Sanna Kurki-Suonio
Huria
(Rockadillo/Indigo)
 
Souad Massi
Acoustique
(Wrasse/Harmonia Mundi)
 
Cáceres
Utopia
(Manana/Indigo)

Yasmin Levy
Mano Suave
(World Village/Harmonia Mundi)

 
Dass ihre Heimatstadt in den Medien meist nur im Gewalt-Kontext erscheint, erfüllt sie mit unsäglicher Trauer. Ihr Anliegen ist es, das multikulturelle Jerusalem, eines des friedlichen Miteinanders von Muslimen und Juden zu zeigen. Der beste Beweis, dass dies Jahrhunderte lang funktioniert hat, ist ihr sephardisches Musikerbe. Mit Musikern von Paraguay bis Persien hebt sie es auf ihrem dritten Album auf eine ganz neue Stufe. Vom Flamenco-Ausflug des Vorgängerwerks zurückgekehrt, hat sie damit ihre wahre Berufung gefunden. Und dies mit einer Altstimme, die - leidenschaftlich, eruptiv-vibrierend und verletzlich zugleich - einfach direkt unter die Haut geht.

In der Textur gibt es wahre Überraschungen: eine Harfe, eine pontische Leier, Flamencogitarre, beduinische und katalanische Einflüsse weisen ins globale Heute Leichten Herzens interpretiert sie Wiegen- und Kindernecklieder, duettiert mit ihrer Seelenverwandten Natacha Atlas als „klitzekleiner Beitrag“ zur muslimisch-jüdischen Versöhnung, besingt starke Frauengestalten und mit abgrundtiefer Melancholie das Schlachtfeld der Liebe. Am bewegendsten vielleicht die Vertonung eines biblischen Psalms, in dem der Perser Amir Shahsar den männlichen Kontrapunkt übernimmt.

review: Stefan Franzen

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Yasmin Levy - Mano Suave