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Jazz thing 73
Nummer 73
April/Mai 2008

blue rhythm. review
Tcheka - Lonji
 
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Tcheka
Lonji
(Lusafrica/Rough Trade)

 
Ein Album, das sich allen kapverdischen Stereotypen entzieht und trotzdem den Klang der Inseln transportiert. Für „Lonji“ (weit, entfernt) hat der kapverdische Gitarrist und Singer/Songwriter Tcheka einen Sound entwickelt, der seine Musik zwischen Westafrika, Kapverde und Brasilien schweben lässt. Die 14 Songs (produziert von Lenine!) klingen wie ein Soundtrack zu einem Film, den man unbedingt sehen möchte – sehr atmosphärisch, wie lebende Bilder. Das ist kein Zufall: „Wenn ich einen Song schreibe,“ sagt Tcheka, „zieht er an mir vorbei wie eine Sequenz von Bildern, die Musik sehe ich, als wäre sie eine Bildergeschichte in meinem Kopf, und anschließend fasse ich sie in Worte.“

Meist erzählen Tchekas Texte vom Alltagsleben auf den Inseln (leider im booklet nicht abgedruckt), sie bilden die musikalische Nabelschnur zu seinen kapverdischen Wurzeln. Zwar klingen auch kapverdische Rhythmen wie Funaná, Batuque, Fincón und Tabanka durch, doch Pop, karibische, afrikanische und brasilianische Einflüsse bzw. ihre Mischung bestimmt die Klangfarbe dieses hervorragenden Albums, mit dem sich Tcheka als ebenso charismatischer wie experimentierfreudiger Ausnahmemusiker erweist.

review: Ulli Langenbrinck

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Tcheka - Lonji