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Jazz thing 78
Nummer 78
April/Mai 2009

blue rhythm. review
Staff Benda Bilili - Tres, Tres Fort
 
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Roberto Menescal & Eddy Palermo
Bossa Jazz Session
(Iris Music/Harmonia Mundi))
 
Seprewa Kasa
Seprewa Kasa
(Riverboat/edel)
 
Headless Heroes / Alela Diane
The Silence Of Love / To Be Still
(Fargo/Rough Trade)

Staff Benda Bilili
Très, Très Fort
(Crammed/Indigo)

 
Hinter dem etwas umständlichen Namen verbirgt sich ein erstaunliches Kollektiv. Mehrere Generationen von querschnittsgelähmten Straßenkindern, die am Zoo von Kinshasa leben, schlossen sich zu einem Oktett zusammen und spielen ihre Version von Rumba, Afro-Son und Afro-Salsa. Über manchen Passagen schwebt auch durchaus der Geist eines James Brown, andere wiederum leben von einem süßen, melancholischen Schmelz, dem man auch bei den patinabesetzten Orchestern zwischen Dakar und Kinshasa begegnet.

Teils bedienen sie sich hierfür selbstgebauter Instrumente, unter denen die wieselflinke, quiekende Einsaiter-Gitarre Satongé, die der erst 17jährige Roger Landu aus einer Konservenbüchse gefertigt hat, im wahrsten Sinne des Wortes heraussticht. Gebündelt hat diese urwüchsige Energie der Straße Produzent Vincent Kenis, auf dessen Konto auch die anarchischen Sounds der Congotronics-Serie gehen. Die unfassbaren Aufnahmen entstanden draußen, mithilfe eines angezapften Stromhäuschens - und im Hintergrund quaken die Frösche.

review: Stefan Franzen

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Staff Benda Bilili - Très, Très Fort