|
 |
Spiro
Lightbox
(RealWorld/Indigo)
Das legendäre Penguin
Café Orchestra dürfte nach Jahrzehnten endlich seinen
legitimen Nachfolger gefunden haben. Spiro nennt sich das Quartett,
das auf Peter Gabriels Hausmarke ein Werk vorlegt, mit dem der kneipenjenseitige
Folk auch ohne großen Bombast oder technische Gimmicks eine
Chance im 21. Jahrhundert hat. Und das geht so:
Aus northumbrischen Tunes, traditionellen Hornpipes und Folksongs
ziehen die vier Briten die Essenz heraus und verdichten sie zu kreisenden
Minimalismen – nicht via Computer, sondern ausschließlich
handgemacht mit Fiddle, Akkordeon, Mandoline, Cello und Gitarre. Bio-Loops
gewissermaßen, mit einer Klangästhetik, die an das Kronos
Quartet und die Greenaway-Soundspuren von Michael Nyman erinnern.
review: Tim Riess
permanent link: spiro-lightbox.html
|