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Sanna
Kurki-Suonio
Huria
(Rockadillo/Indigo)
Sie hat eine der faszinierendsten
Stimmen der nordischen Hemisphäre – das wussten schon die
Archaik-Folkrocker von Hedningarna, die sie in den 1990ern als eine
ihrer Frontfrauen beschäftigten. Nun ist die Finnin mit der mal
provozierend-hexenartigen, dann wieder warm deklamierenden Stimme
schon eine Weile solo unterwegs und legt eine eher beschauliche CD
vor, die im wesentlichen mit drei Musikern entstand. Die Arrangements
variieren zwischen sphärischer Ethno-Einbettung in klar kreisende,
auch süßliche Kantele-Klängen, kühl-harschen
perkussiven Impulsen und einigen elektronischen Reibungen, die auf
das Konto von Tapani Rinne (Rinne Radio) gehen.
Fast ein wenig bluesig wird es, wenn Bouzouki-Riffs auf grunzende
Bassklarinette trifft. Zentriert ist das Material vorwiegend um die
ostfinnische Region Kainuu, mit Themen, die auch für Sannas Kolleginnen
von Värttinä ein gefundenes Fressen wären: Lamentierende
Frauen erzählen von verlorener Liebe, aber auch von ihrer Unbezähmbarkeit,
vom Vagabundieren, selbst ein Totengräber kommt zu Wort.
review: Stefan Franzen
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