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Jazz thing 71

blue rhythm. review
Sanna Kurki-Suonio - Huria
 
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Sanna Kurki-Suonio
Huria
(Rockadillo/Indigo)

 
Sie hat eine der faszinierendsten Stimmen der nordischen Hemisphäre – das wussten schon die Archaik-Folkrocker von Hedningarna, die sie in den 1990ern als eine ihrer Frontfrauen beschäftigten. Nun ist die Finnin mit der mal provozierend-hexenartigen, dann wieder warm deklamierenden Stimme schon eine Weile solo unterwegs und legt eine eher beschauliche CD vor, die im wesentlichen mit drei Musikern entstand. Die Arrangements variieren zwischen sphärischer Ethno-Einbettung in klar kreisende, auch süßliche Kantele-Klängen, kühl-harschen perkussiven Impulsen und einigen elektronischen Reibungen, die auf das Konto von Tapani Rinne (Rinne Radio) gehen.

Fast ein wenig bluesig wird es, wenn Bouzouki-Riffs auf grunzende Bassklarinette trifft. Zentriert ist das Material vorwiegend um die ostfinnische Region Kainuu, mit Themen, die auch für Sannas Kolleginnen von Värttinä ein gefundenes Fressen wären: Lamentierende Frauen erzählen von verlorener Liebe, aber auch von ihrer Unbezähmbarkeit, vom Vagabundieren, selbst ein Totengräber kommt zu Wort.

review: Stefan Franzen

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Sanna Kurki-Suonio - Huria