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Sam Tshabalala
Meadowlands
(Tropical Music/BMG)
Sam Tshabalala wohnt in Paris. Nicht ganz freiwillig, denn er ist dort geblieben, als Ende der achtziger Jahre seine Heimat Südafrika während der Agonie der Apartheid von blutigen Unruhen heimgesucht wurde. Seine erste kurze Karriere hatte ihm mit der Band Malopoets bereits zu einer gewissen Bekanntheit verholfen, die er mit verschiedenen Anschlussprojekten auszubauen versuchte. Inzwischen ist er einer der Honoratioren der ersten Weltmusikwelle, der sich mit Meadowlands als elegant arrangierender und souverän komponierender Barde zu Wort meldet.
In kleiner akustischer Besetzung schweift er durch die Wiesengründe der Erinnerung, berichtet mal von der Schönheit seines Landes, mal von den Dramen der Gegenwart, die bei aller Öffnung die Menschen ereilen. Die Musik vermittelt gekonnt zwischen den Ansprüchen, die von den verschiedenen Hörergruppen an ihn heran getragen werden. Mal hält sie choralhaft inne, mal treibt sie funky groovend voran, wobei neben den markanten Gesangsätzen vor allem Jack Djeyims Gitarrenfiguren den Liedern Kontur geben. So ist Meadowlands ein ausgewogen engagiertes Album, afrikanisch im Geiste mit einer Prise französischer Studio-Nonchalance in der Umsetzung.
review: Ralf Dombrowski
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