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Magazin für Jazz

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Maria Beth‚nia - Que Falta VocÍ Me Faz
 
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Von Vinicius De Moraes, dem großen, 1980 verstorbenen Bossa-Poeten sind viele Zitate überliefert, die seinen ausschweifenden Wandel dokumentieren. So etwa, der beste Freund des Mannes sei der Whisky, ein „auf Flaschen gezogener Hund“. Der Lebemann jedoch hat mit die schönsten, tief empfundensten Gedichte Brasiliens geschrieben und eine seiner besten Interpretinnen war seit den 1960ern Maria Bethânia. Zum 25.Todesjahr erinnert die MPB-Diva mit einem ausgefallenen Repertoire an ihren Doyen, das einerseits Klassikern aus dem „Orfeu Negro“-Film einen neuen Touch verpasst, dann aber auch in Europa unbekannteres Material featuret. Erstaunlich, wie homogen die Reverenz wirkt, umfasst sie doch Arrangements mit schwermütigem Streichorchester, Piano-Klänge vom portugiesischen Klassik-Star Maria João Pires und dann wieder sonnendurchflutete Alegria mit angefunkter, afro-brasilianischer Schlagwerk-Abteilung oder intime Choro-Atmo mit Sax und Mandoline. Der Clou sind eingeschobene Tondokumente mit Vinicius' bärbeißigem Organ

review: Stefan Franzen

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