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Márcio
Local
Don
Day Don Dree Don Don
(Luaka Bop/Soulfood)
Der Samba Soul feiert auch
mehr als dreißig Jahre nach dem Black Rio Movement fröhliche
Urständ’. Zu verdanken ist das vielen: Findige DJs graben
in Archiven, der Soundtrack zu „City Of God“ hat das funky
Fieber neu entfacht und die Söhne der einstigen Legenden verschreiben
weiterhin den Patina-Sound. Nun kommt ein Typ aus Rios Künstlerviertel
Santa Teresa, der die das groovigste Musikgenre Brasiliens feiert,
als wäre der Zeiger auf 1980 stehen geblieben. .
Dabei pflegt er keine dreckige Straßengangster-Attitüde,
sondern macht auf gute Laune. “Don Dray Don Dree Don Don“
verwöhnt mit wunderbar knackigen Bläsersätzen, James
Brown-Riffs, Schweineorgel und Vocals, die an die besten Zeiten von
Wilson Simonal und Jorge Ben erinnern. Und trotz aller Nostalgie klingen
die Geschichten über schöne Morenas, kleine Gauner und große
Fußballhelden taufrisch.
review: Stefan Franzen
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