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Jazz thing 73
Nummer 73
April/Mai 2008

blue rhythm. review
LaXula - In-X-Ile
 
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Haydamaky
Kobzar
(Eastblok/Indigo)
 
Mário Lúcio
Badyo
(Lusafrica/Rough Trade)
 
Yasmin Levy
Mano Suave
(World Village/Harmonia Mundi)

LaXula
In-X-Ile
(Via Lactea/Broken Silence)

 
Wow! Gleich der Opener der anglo-spanischen Combo legt los, als wolle man den barcelonesischen Platzhirschen von Ojos de Brujo die Krone streitig machen: Flamenco mit funkigem Rock und einer Dub-Glasur überzogen, mittendrin die Hexenvocals von Monte Palafox und ein wildes, freejazziges Sax. Anschließend plötzlich ein Schwenk zum schwermütig-heißblütigen Balkan Imaginaire, wie in eine Lhasa de Sela nicht schöner verkörpern könnte. Sodann geht der Trip weiter durch Gefilde von punkigem Unterbau, andalusischen Arabesken, einem fast russisch angehauchten Akkordeon, und ein klappernder Gnawa-Beat lauert um die Ecke.

Peitschende Pauken, flirrender Flöten-Zungenschlag und eine Gypsy-Gitarre entwerfen das Szenario im stärksten Tableau namens „La Luna“. Doch es gibt auch Längen: Etwa wenn sich die Stimme ziellos, ihre Magie überschätzend, zu einem Groove aus offenen Gitarrenakkorden dreht, zu einem Quetschkommoden-Walzer stöhnend fantasiert. Die Ausnahmestellung der Ojos ist durch dieses Album noch lange nicht gefährdet. Doch die Truppe um Palafox hebt sich trotzdem sehr erfindungsreich über das Mestizo-Mittelmaß von spaßigen Latin Reggae und Ska heraus.

review: Stefan Franzen

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LaXula - In-X-Ile