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Khaled
Liberté
(Emarcy/Universal)
Während sein Kollege
Cheb Mami derzeit für juristischen Wirbel sorgt, macht der König
Khaled zur Abwechslung mal wieder Musik. Sein neues Opus klingt gar
nicht so sehr nach Rai, vielmehr gräbt der Algerier seine Jugendliebe
aus, und die hörte auf den Namen Gharbi. Dieses Genre aus Oran,
gepaart mit marokkanischen Poptönen der Siebziger und jede Menge
traditionellen Instrumentariums wie Oud, Ney und die Gnawa-Basslaute
Gimbri verleihen der Scheibe einen luftigen Charme.
Für Opulenz sorgen ägyptische Streicherarabesken und vor
allem funkige Bläser, die an Khaleds Teamwork mit Don Was aus
den frühen Neunzigern erinnern. Trotzdem ist alles transparent
und nie klebrig produziert, traditionelle Instrumente wie Flöten,
Geigen und Oud treten gerne auch mal ins Rampenlicht. Khaled selbst
hat vielleicht nicht mehr ganz die vokale Präsenz seiner Sturm
und Drangjahre, klingt etwas abgeklärte. Doch ohne Zweifel: der
Mann ist wieder gut im Geschäft.
review: Stefan Franzen
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