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Jazz thing 81
Nummer 81
November 2009 - Januar 2010

blue rhythm. review
Helado Negro - Awe Owe
 
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Helado Negro
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Sehr verrückte, verstandesummnebelte Dinge stellt der Ecuadorianer in New York an: Helado Negro erhebt den psychedelischen Undergroundkeller zur Tugend und präsentiert ungeschliffene Basteleien, die mal nach akustischer Minimal Music, mal nach futuristischen Unterwasserrhapsodien, mal nach völlig zugekifften Folkies klingen, stets mit vernuschelten Lyrics auf Spanisch als rotem Faden.

Da stecken frei flottierende Reminiszenzen an die brasilianischen Tropikalisten drin, aber Negro versucht auch einen Spagat zwischen perkussiven Afro-Anleihen und Computer-Understatement. Anden-Anklänge paaren sich mit endlos verhallter Marimba, zu Chören geschichtete Vokalspuren steigen zu unheimlichen Falsetten auf, dazu klimpert munter ein Glockenspiel. Und dann löst sich alles in einen schlurfenden, klarinettengarnierten Loop wie aus einer Castaneda-Geisterwelt. Wir vermuten: Pilze helfen beim Hörgenuss.

review: Stefan Franzen

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Helado Negro - Awe Owe