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Helado
Negro
Awe
Owe
(Asthamtic Kitty/Soulfood)
Sehr verrückte, verstandesummnebelte
Dinge stellt der Ecuadorianer in New York an: Helado Negro erhebt
den psychedelischen Undergroundkeller zur Tugend und präsentiert
ungeschliffene Basteleien, die mal nach akustischer Minimal Music,
mal nach futuristischen Unterwasserrhapsodien, mal nach völlig
zugekifften Folkies klingen, stets mit vernuschelten Lyrics auf Spanisch
als rotem Faden.
Da stecken frei flottierende Reminiszenzen an die brasilianischen
Tropikalisten drin, aber Negro versucht auch einen Spagat zwischen
perkussiven Afro-Anleihen und Computer-Understatement. Anden-Anklänge
paaren sich mit endlos verhallter Marimba, zu Chören geschichtete
Vokalspuren steigen zu unheimlichen Falsetten auf, dazu klimpert munter
ein Glockenspiel. Und dann löst sich alles in einen schlurfenden,
klarinettengarnierten Loop wie aus einer Castaneda-Geisterwelt. Wir
vermuten: Pilze helfen beim Hörgenuss.
review: Stefan Franzen
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