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Daby Touré
Diam
(RealWorld / EMI)
Wer im Frühjahr die
Peter Gabriel-Tour besucht hat, dem wird dieser Sprössling
aus dem berühmten Musiker-Klan (Touré Kunda!) aufgefallen
sein. Dort wagte sich Daby Touré nämlich in einem erfrischenden
Soloauftritt nur mit Gitarre auf die Bühne und bildete eine
angenehm bombastarme Einstimmung mit jugendlichem Charme. Auch sein
Debüt lebt von einem ausgefeilten Akustik-Setting mit punktgenau
eingesetzter Perkussion um das sanfte Vokalcharisma.
Wie einst Ismael Lô verbindet der Senegalese westafrikanische
Poesie mit wunderschönen, eingängigen Melodien, die sich
auch aus Folk, Pop und Blues nähren, swingt dabei jedoch noch
transparenter. Eine Hommage an den geistigen Mentor Ali Farka Touré
ist dabei, locker mit Hintergrundchoristinnen aufgefüllt, in
einem gemächlich trabenden Gitarrenpop-Stückchen mit Ohrwurm-Potential
lugt auch mal ein wenig indisches Flair durch. Und die paar Einsprengsel
mit perkussiver Elektronik geben einen sehr zeitgenössischen
Anstrich, ohne den immer präsenten Unplugged-Charakter in die
Knie zwingen zu wollen.
review: Stefan Franzen
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