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Corey Harris
Daily Bread
(Rounder/in-akustik)
Sounds aus Mali? Könnte man beim ersten Track denken, so locker klingt der Beat und so rund die Melodie. Nun hat Corey Harris sein vorheriges Album zum Teil in Mali eingespielt, und das wird ihn bei einigen seiner neuen Songs inspiriert haben, aber nicht weniger ist es die Karibik, die an vielen Stellen des neuen Werks durchscheint. Und ein Vergleich mit dem viel zu unbekannten Olu Dara drängt sich auf, nicht nur, weil der Sänger und Trompeter zweimal mit von der Partie ist: Auch dessen Alben erinnern stets an musikalische Reiseberichte, gespickt mit Notizen aus dem Alltag und Gedanken zum Weltgeschehen.
Passend zu den Texten der Lieder liebkost Harris eine akustische Gitarre, begleitet von den süßen Tönen einer Fiddle, oder fährt aggressive Töne auf, wie in dem politischen The Bush Is Burning. Mit Daily Bread verlässt der afroamerikanische Barde nun endgültig das für ihn zu eng gewordene Korsett des Blues, dem er auf manchen anderen Scheiben immerhin noch avantgardistische Launen beibrachte.
review: Uli Lemke
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