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Burlakat
Magie
(Humppa Records/Indigo)
Man sollte sich nicht
durchs simple Cover und den allzu plakativen Titel abschrecken lassen!
Hier schlummert eine der originellsten nordischen Folk-CDs der letzten
Monate. Zugegeben - bei einem Blind Date mit diesem Album fällt
der erste Verdacht unweigerlich auf Värttinä. Die geographische
Zuordnung stimmt, ansonsten haarscharf daneben geraten: Burlakat
(„Vagabunden“) kommen zwar ebenfalls aus Karelien und
verfügen über mehrere singende Frontdamen, ebenfalls deren
drei. Doch gibt es einige Feinheiten, mit denen sich das Oktett
aus Rääkkylä von den Landsleuten abzusetzen vermag.
Der schneidende Gesang wechselt hier nuancenreicher auch mal in
tiefere, erdigere Lagen, erinnert sogar mal ein wenig an Pygmäenjodeln.
Die leise gezupften Zwischentöne auf Finnlands Nationalinstrument,
der Kantele dringen transparenter durch, weben zerbrechliche elegische
Folkfärbungen in die souverän agierende männliche
„Backingband“ ein. Textlich geht es dann wieder wie
gewohnt um mythische Naturbilder und selbstbewusste Frauen - das
Erfolgsrezept aus Finnlands Osten funktioniert bei Sirkka Kosonen,
Johanna Koukkonen und Pauliina Lerche ebenso wie bei den bekannteren
Schwestern von Värttinä.
review: Stefan Franzen
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