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State Of Bengal Vs Paban Das Baul
Tana Tani (RealWorld/Virgin)
Lange hat's gedauert, bis nun endlich wieder ein richtiges Power-Album aus der British Asian-Sparte durchdringt. Sam Zaman aka State Of Bengal, East End-Resident und seit langem im Nukleus des Ex-Asian Underground beheimatet, hat mit prominenter vokaler Hilfestellung einen exquisiten Coup gelandet. Seine DJ-Künste paaren sich mit der bengalischen Stimmenmagie von Paban Das Baul, den man noch wegen seines RealWorld-Teamworks mit Sam Mills im Hinterkopf hat.
Zaman begnügt sich nicht mit der Fixierung auf einen charakteristischen Sound, er beherrscht zielsicher das Auswahlmenü von Punjabi-Grooves, Ragarock-Flair, hektischen Breakbeats, streut auch exotische Textur wie den Berimbau ein. Der Baul-Sänger residiert mal stolz in einem dubbigen Intro, brilliert in einem akustischen Zwischenspiel, dann wieder arbeitet er sich zwischen den Beat-Katarakten majestätisch nach vorne, stets seelenvoll und fast inbrünstig. Suchen wir nicht weiter nach schmückenden Adjektiven. Konstatieren wir einfach: Ein Magnum Opus. Und wehe, jemand sagt noch mal, die Londoner Asian-Szene sei auf dem absteigenden Ast. review: Stefan Franzen
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