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Apkass
En
Marchant Vers Le Soleil
(Bassofone!/NRW)
Auf dem Cover vereint er
den Priester, den Woodabe-Krieger und den urbanen Jugendlichen. Der
Panafrikanismus des kongolesischen Spoken Word Artists nährt
sich zum einen aus dem Hörbaren, zum anderen aus einer Geisteshaltung.
Souljazzige Grooves, die er mit knackigen Bassriffs, hyperventilierender
Flöte, verträumter Trompete und Sax-Satz baut, gehen Hand
in Hand mit Kora-, Ngoni- und Balafon-Patterns. Prominente Stimmen
wie die von Lumumba und Senghor werden gesampelt, Geschichten über
Waffenhandel, über die Verzweiflungstaten eines Hungernden und
die Schatten des Neokolonialismus mit kristallklarer und warmer Diktion
zu bezwingender Slam Poetry geformt.
Apkass reiht sich nicht nur stolz unter seine Kollegen vom Kontinent
wie K’Naan oder Abd Al Malik ein, die den Rap zu einer neuen
afrikanischen Poesie geschliffen haben. Er transformiert seine Klangwelten
auch in eine Sphäre hinein, in der durchaus auch ein Gill Scott-Heron
als Nachbar residiert. Und mit dem Stück „Plus qu’un
nom, un poème“ dürfte er eine der schönsten
Lobpreisungen der schwarzen Frau geschaffen haben, die es in der Musikgeschichte
Afrikas gibt. Ein großartiges Monument des neuen Afrikas.
review: Stefan Franzen
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