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Jazz thing 78
Nummer 78
April/Mai 2009

blue rhythm. review
Apkass - En Marchant Vers Le Soleil
 
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(Skycap Records/Rough Trade)
 
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(Happy Hour Records/in-akustik)
 
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(Connecting Cultures/Galileo)

Apkass
En Marchant Vers Le Soleil
(Bassofone!/NRW)

 
Auf dem Cover vereint er den Priester, den Woodabe-Krieger und den urbanen Jugendlichen. Der Panafrikanismus des kongolesischen Spoken Word Artists nährt sich zum einen aus dem Hörbaren, zum anderen aus einer Geisteshaltung. Souljazzige Grooves, die er mit knackigen Bassriffs, hyperventilierender Flöte, verträumter Trompete und Sax-Satz baut, gehen Hand in Hand mit Kora-, Ngoni- und Balafon-Patterns. Prominente Stimmen wie die von Lumumba und Senghor werden gesampelt, Geschichten über Waffenhandel, über die Verzweiflungstaten eines Hungernden und die Schatten des Neokolonialismus mit kristallklarer und warmer Diktion zu bezwingender Slam Poetry geformt.

Apkass reiht sich nicht nur stolz unter seine Kollegen vom Kontinent wie K’Naan oder Abd Al Malik ein, die den Rap zu einer neuen afrikanischen Poesie geschliffen haben. Er transformiert seine Klangwelten auch in eine Sphäre hinein, in der durchaus auch ein Gill Scott-Heron als Nachbar residiert. Und mit dem Stück „Plus qu’un nom, un poème“ dürfte er eine der schönsten Lobpreisungen der schwarzen Frau geschaffen haben, die es in der Musikgeschichte Afrikas gibt. Ein großartiges Monument des neuen Afrikas.

review: Stefan Franzen

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Apkass - En Marchant Vers Le Soleil