Die
zweite Novemberhälfte steht in Berlin im Zeichen des musikalischen
Teamworks mit Istanbul. Zum dritten Mal beherbergen so unterschiedliche
Spielorte wie die Akademie der Künste, das Haus der Kulturen
der Welt und das SO 36 das Festival “Kreuztanbul”, in
dem breitgefächerte Genres aus der Landeshauptstadt und der
Bosporus-Metropole zusammenfinden und die nun zwanzig Jahre andauernde
Städtepartnerschaft feiern. Zur Eröffnung am 12.11. trifft
der Sufi-Musiker Kudsi Erguner (Foto) auf den Trompeter
Markus Stockhausen, den franko-iberischen Bassisten Renaud Garcia-Fons
und Drummer Mark Nauseef. In den beiden folgenden Wochen geht es
weitspektral weiter:
Im Projekt “Lost Songs of Anatolia” treffen sich Musik
und ein Dokumentarfilm von Nezih Ünen über
die vom Aussterben bedrohte Musik Anatoliens. Um die Facetten der
türkischen Roma-Traditionen zur Geltung zu bringen, sind das
Sukulele Roma Orchestra und die Dolapdere
Big Gang eingeladen. Rock kommt von Seksendört,
Konvex und OAK, und Neubauten-Bassist
Alexander Hacke wird als ausgewiesener Istanbul-Kenner ein Panel
zum “Krach in Istanbul” leiten. Auch elektronische Tendenzen
sind zu begutachten, etwa mit dem Pionier Ilhan Mimaroglu
und dem Ensemble adapter.
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