Dänemark
entpuppt sich als neues Mekka unorthodoxer Klezmer-Klänge.
Nach der neuen CD von Klezmofobia (Rezension siehe letztes Heft)
ist mit Mames Babegenush (Foto) nun eine neue nordische
Band mit jiddischer Ausrichtung am Start. Auf „Klezmer Killed
The Radiostar“ (Calibrated/Edel Kultur, VÖ: 23.10.) heizt
das Sextett um den Klarinettisten Emil Goldschmidt
alten Tanzformen wie dem Sher oder der Hora mit knallendem Schlagzeug,
scharfen Bass-Riffs, schepperndem Akkordeon und schmatzendem Sax
ein, besitzt aber auch genug melancholische Zwischentöne, um
sich im uralten Erbe eines Naftule Brantwein verankert
zu zeigen.
Praxisnah sind die Klezmer-Bücher des Altenkircheners Komponisten
Vahid Matejko: Jeweils für Klarinette und
Violine hat er ein Play-Along zusammengestellt, das ein Notenheft
und eine Begleit-CD umfasst. Auf letzterer werden die notierten
Stücke in einer Beispielfassung von Prof. Igor Epstein und
Claudio Puntin vorgestellt. Erschienen sind die
beiden Klezmer-Studienhefte beim Alfred Publishing Verlag. Matejko
hat darüber hinaus gerade auch die CD „Light Of Unity“
veröffentlicht, ein BigBand-Crossover-Werk zwischen Klassik
und Jazz und nahöstlichen Einflüssen.
www.vahidmatejko.eu
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