Mit
dem Bissau-Guineer Kimi Djabaté hat Labelchef Jacob
Edgar seine Discovery-Serie begonnen, nun hilft er einem
zweiten Künstler auf die infrastrukturellen Sprünge. Lamine
Fellah alias Sarazino ist ein algerischer Diplomatensohn,
der nach langer Wanderschaft durch Afrika und Kanada auf 3000 Höhenmetern
in Ecuadors Hauptstadt Quito angekommen ist, wo er sein Globetrotting
in pfiffige Latinpop-Formen gießt. Reggae-Flair, Afro-Vocals
und vereinzelte Arabesken würzen die Texte über lateinamerikanische
Solidarität und verführerische Ladies. Das Ganze ist ab
Ende des Monats auf „Ya Foy!“ nachzuhören.
Auch in seinem offiziellen Katalog legt Edgar nach und veröffentlicht
Ende Oktober das zweite Album der Indo-Amerikanerin Rupa
Marya und ihrer Band The April Fishes.
„Este Mundo“. Die singende Ärztin aus San Francisco
legt ein Album mit 15 Tracks vor, die verstärkt in spanischer
Zunge gesungen werden und sich zwischen viel Gypsy Swing, ein wenig
Cumbia, Chanson und leichten indischen Anflügen einpendeln.
Die Texte halten sich nach wie vor in der politisch bewussten Sphäre
auf, handeln unter anderem von den Problemen an der US-mexikanischen
Grenze und beziehen Inspiration aus den Gedichten des persischen
Poeten Hafez sowie von Krishnamurti und Neruda.
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