Drei
neue Alben von malischen Künstlern zeichnen sich am Horizont
ab. Der Bamanan-Griot und Revoluzzer auf der Ngoni, Bassekou
Kouyaté aus Segou, veröffentlicht am 4. Oktober
sein zweites Album „I Speak Fula“ (Outhere/Indigo).
Mit seinem Ensemble aus vier Ngonis, Perkussion und den Gesangsparts
seiner Ehefrau Amy Dicko hat Kouyaté die
pentatonische Musik der vierten Region Malis mit noch mehr rockiger
Energie und elaborierten Arrangements als auf dem Debüt versehen,
und er spannt einen Bogen vom Preis alter Herrscher bis zur Freude
über Obama – unterstützt wird er dabei von Toumani
Diabaté und Ali Farka Tourés Sohn Vieux.
Ein Tribut an den 2006 verstorbenen Ali Farka erweist ihm sein Zögling
Samba Touré auf dem Album „Songhai
Blues“ (World Music Network/Harmonia Mundi). Mit seiner Band
Fondo sorgt der 41jährige mit den bewährten Mitteln wie
pentatonische Gitarrenskalen, ruppige Fiedel, Kalebassen-Perkussion
und Ngoni dafür, dass Alis Erblinie musikalisch weitergedeiht.
Und schließlich kündigt auch Alis Schüler
Afel Bocoum für Ende Oktober ein neues Werk an. „Tabital
Pulaaku“ (Contrejour/Broken Silence) kommt direkt aus dem
Wüstenort Niafunké zu uns. Afels Lieder, so verspricht
das Management, „scheinen wie aus dem roten Lehm des schwarzen
Kontinents geformt zu sein“. Wir sind gespannt.
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