Ein
neuer Stern am Chansonhimmel: Mit Kammerstreichern, folkiger Gitarre,
Ukulele, Zimmerklavier und immer präsentem Lächeln auf
den Stimmbändern kommt von Berry (Foto) mit
„Mademoiselle“ (Mercury/Universal) ein unscheinbares
Hit-Album aus La Douce France, das auch mit zarter Lyrik überzeugt.
Kein Wunder, denn die Dame hat sich vormals als Molière-Actrice
hervorgetan, wohlgemerkt nicht als Model. Trotzdem weist „Mademoiselle“
unverkennbar atmosphärische Anleihen an eine gewisse Frau Bruni
auf, weshalb für Herrn Sarkozy, neuerdings vom Boygroup-Syndrom
befallen, Alarmstufe Rot gilt.
Brunis Arrangeur ist im Oktober mit einem neuen eigenen Werk am
Start. Benjamin Biolay präsentiert auf „La
Superbe“ eine Annäherung an die britische Szene. Das
Album wird Anleihen an XTC und die frühen Smiths offenbaren,
ebenso steckt eine Verbeugung vor den 80er-Sounds des Factory Labels
und dem politischen HipHop der Streets drin. Biolay wird mit der
neuen Scheibe ab Februar auf Welttournee gehen.
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