Der
anatolische Ort Hasankeyf hat einen Etappenerfolg gegen die türkische
Regierung errungen. Am Ufer des Tigris soll ein gewaltiger Staudamm
errichtet werden, der ursprünglich auch durch deutsche, österreichische
und schweizerische Kreditbürgschaften finanziert werden sollte.
Bedroht sind Jahrtausende alte Kulturdenkmäler der nahezu vollständig
erhaltenen antiken Stadt, ebenso Weideland und Tierarten, Zwangsumsiedlungen
von 11.000 Menschen wären nötig. Prominente Gegner des
Damms sind der Schriftsteller Orhan Pamuk und Popstar
Tarkan (Foto).
Sowohl vor Ort als auch bei einer Pressekonferenz Ende Mai in Berlin
machte der in Rheinland-Pfalz geborene Sänger und einzige Hybridauto-Besitzer
der Türkei gegen das Projekt mobil. Ob der Einsatz des neuerdings
umweltbewussten Charts-Stürmers dazugeführt hat, dass
die Kreditgeber letzten Dienstag nun endgültig ausgestiegen
sind? Vielmehr war es wohl die Nachlässigkeit der Türkei,
umwelt- und sozialverträglichen Bedingungen nachzukommen. Ankara
will gleichwohl auch ohne europäische Subventionen am Bau festhalten.
Am 30. Juni wurde Cheb Mami bei seiner Einreise
nach Frankreich verhaftet, nun muss der Rai-Prinz hinter Gitter:
Nach seiner Beteiligung an der erzwungenen Abtreibung bei seiner
Ex-Geliebten im August 2005 (Blue
Rhythm berichtete) hat ein Gericht in Seine-Saint-Denis den
42jährigen algerischen Sänger zu einer fünfjährigen
Haftstrafe verurteilt. Mami sagte, „diese verrückte Geschichte“
sei ihm über den Kopf gewachsen und er habe einen Fehler gemacht.
Weiter erklärte er zu seiner Tat: „Ein uneheliches Kind
zu haben, ist gegen meine Kultur, gegen meine Religion. Das ist
eine Schande.“
|