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Jazz thing 81
Nummer 81
November 2009 - Januar 2010

The Good & The Bad: Tarkan & Cheb Mami
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13.07.2009
 
29.06.2009
 
15.06.2009

Tarkan Der anatolische Ort Hasankeyf hat einen Etappenerfolg gegen die türkische Regierung errungen. Am Ufer des Tigris soll ein gewaltiger Staudamm errichtet werden, der ursprünglich auch durch deutsche, österreichische und schweizerische Kreditbürgschaften finanziert werden sollte. Bedroht sind Jahrtausende alte Kulturdenkmäler der nahezu vollständig erhaltenen antiken Stadt, ebenso Weideland und Tierarten, Zwangsumsiedlungen von 11.000 Menschen wären nötig. Prominente Gegner des Damms sind der Schriftsteller Orhan Pamuk und Popstar Tarkan (Foto).

Sowohl vor Ort als auch bei einer Pressekonferenz Ende Mai in Berlin machte der in Rheinland-Pfalz geborene Sänger und einzige Hybridauto-Besitzer der Türkei gegen das Projekt mobil. Ob der Einsatz des neuerdings umweltbewussten Charts-Stürmers dazugeführt hat, dass die Kreditgeber letzten Dienstag nun endgültig ausgestiegen sind? Vielmehr war es wohl die Nachlässigkeit der Türkei, umwelt- und sozialverträglichen Bedingungen nachzukommen. Ankara will gleichwohl auch ohne europäische Subventionen am Bau festhalten.

Am 30. Juni wurde Cheb Mami bei seiner Einreise nach Frankreich verhaftet, nun muss der Rai-Prinz hinter Gitter: Nach seiner Beteiligung an der erzwungenen Abtreibung bei seiner Ex-Geliebten im August 2005 (Blue Rhythm berichtete) hat ein Gericht in Seine-Saint-Denis den 42jährigen algerischen Sänger zu einer fünfjährigen Haftstrafe verurteilt. Mami sagte, „diese verrückte Geschichte“ sei ihm über den Kopf gewachsen und er habe einen Fehler gemacht. Weiter erklärte er zu seiner Tat: „Ein uneheliches Kind zu haben, ist gegen meine Kultur, gegen meine Religion. Das ist eine Schande.“

 
"Cheb Mami muss wegen versuchter Abtreibung an seiner Ex-Freundin fünf Jahre hinter Gitter."/a>