Am
3. Juni ist in Chicago die 80jährige Blues-Sängerin Koko
Taylor verstorben. Die grammydekorierte Queen Of Blues
wurde als Cora Walton in Memphis geboren – ihr Spitzname rührte
von ihrer Vorliebe für Schokolade - und empfing frühe
Einflüsse vom Gospel, von B.B. King und Rufus
Thomas. Erste musikalische Schritte machte sie mit ihren
Geschwistern, doch erst durch die Übersiedlung nach Chicago
und dortige Clubauftritte konnte sie sich allmählich einen
Ruf ersingen. Taylors Durchbruch kam mit der Verpflichtung für
Chess Records durch Willie Dixon, hier nahm sie
auch ihre bekannteste Nummer „Wang Dang Doodle“ auf.
In den 1970ern kam sie bei Alligator Records unter und konnte in
der männerdominierten Blueswelt wie keine andere ihrer Geschlechtsgenossinnen
Erfolge aufweisen. Sie stand neben Muddy Waters, Howlin’
Wolf und Robert Plant auf der Bühne,
gewann 29 Blues Music Awards und wurde gar mit der hohen Auszeichnung
Heritage Fellowship Award geehrt. In Chicago erklärte der Bürgermeister
1993 den 3. März zum „Koko Taylor Day“. Ihren letzten
Auftritt bestritt sie am 7. Mai in Memphis anlässlich der Auszeichnung
zum Traditional Blues Female Artist Of The Year. Denise Williams
und Otis Clay gehörten zu den Musikern, die sich am vergangenen
Donnerstag beim Chicago Blues Festival von ihr mit einem Bühnentribut
verabschiedeten.
|