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Orleans hat eine der letzten großen Legenden verloren. Fird
„Snooks“ Eaglin starb am 18. Februar; er war
72. Der fingerfertige Gitarrist und Sänger hatte in den Fünfzigerjahren
bei den Flamingoes von Allen Toussaint
mitgemischt, später unter eigenem Namen Aufnahmen mit akustischer
Gitarre für den Folkbluesfan Harry Oster gemacht
und fast gleichzeitig bei Imperial Records den R&B gepflegt.
In den Achtzigern wurde Eaglin mit einer Reihe hervorragender Alben
bei Black Top bekannter.
Der reisefaule blinde Musiker pflegte nur auf dem großen Jazzfest
der Stadt aufzutreten und regelmäßig in den midcity lanes
am Stadtrand, wo Kegelbahn und Musik einvernehmlich funktionierten.
Freunde und Fans nahmen ein paar Tage nach seinem Tod Abschied von
dem Tausendsassa, der von altem Vaudeville über Blues bis hin
zu Popsongs alles drauf hatte – nicht umsonst trug er den
Spitznamen „the human jukebox“. Irma Thomas,
Deacon Jones, Allen Toussaint sangen ihm zu Ehren,
bevor sein Sarg im Second Line-Schritt den letzten Gang antrat.
ul
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