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Jazz thing 78
Nummer 78
April/Mai 2009

Nachruf: Snooks Eaglin
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09.03.2009
 
23.02.2009
 
09.02.2009

Snooks EaglinNew Orleans hat eine der letzten großen Legenden verloren. Fird „Snooks“ Eaglin starb am 18. Februar; er war 72. Der fingerfertige Gitarrist und Sänger hatte in den Fünfzigerjahren bei den Flamingoes von Allen Toussaint mitgemischt, später unter eigenem Namen Aufnahmen mit akustischer Gitarre für den Folkbluesfan Harry Oster gemacht und fast gleichzeitig bei Imperial Records den R&B gepflegt. In den Achtzigern wurde Eaglin mit einer Reihe hervorragender Alben bei Black Top bekannter.

Der reisefaule blinde Musiker pflegte nur auf dem großen Jazzfest der Stadt aufzutreten und regelmäßig in den midcity lanes am Stadtrand, wo Kegelbahn und Musik einvernehmlich funktionierten. Freunde und Fans nahmen ein paar Tage nach seinem Tod Abschied von dem Tausendsassa, der von altem Vaudeville über Blues bis hin zu Popsongs alles drauf hatte – nicht umsonst trug er den Spitznamen „the human jukebox“. Irma Thomas, Deacon Jones, Allen Toussaint sangen ihm zu Ehren, bevor sein Sarg im Second Line-Schritt den letzten Gang antrat.
ul

 
New Orleans verliert eine Legende: Snooks Eaglin ist tot.