In
Istanbul, Dubai, dem Pearl River Delta und Johannesburg initiiert
das Goethe-Institut in Zusammenarbeit mit dem Siemens Art Program
derzeit mittels ausgewählter Komponisten klangliche Annäherungen
an die jeweiligen Metropolen. So haben Luke Bedford,
Jörg Birkenkötter, Lars Petter
Hagen und Lucia Ronchetti (Foto) gerade
mehrere Wochen in Johannesburg verbracht, um sich von der Stadt
inspirieren zu lassen Ihre Werke werden nun am 6. März im Konzerthaus
Berlin und am 7. März in der Alten Oper Frankfurt vom Ensemble
Modern uraufgeführt. Der britische Komponist Luke Bedford,
der 2008 bereits zum zweiten Mal mit dem British Composer Award
ausgezeichnet wurde, setzt in seinem Werk „By the Screen in
the Sun at the Hill on the Gold” die besondere Energie der
Stadt um, die sich aus den radikalen Gegensätzen speist.
Johannesburg ist „eine Stadt in der sich jeder als Forscher
fühlen kann“ und es herrscht dort „eine Dynamik,
die gefährlich und schön zugleich ist“, sagt Lucia
Ronchetti. Als einen „Ort der tausend Ideen und Projekte,
einen Ort der Hoffnung und des Optimismus“, zugleich als unsicher
und mit viel Gewalt beschreibt sie Lars Petter Hagen, der die Herausforderung
des Projekts darin sieht, „die Spannung mit all ihren Parametern
musikalisch umzusetzen und eine Komposition zu schaffen, die dennoch
offen ist.“ Birkenkötter fiel auf der Suche nach dem
Klang der Stadt die überwältigende Offenheit und Freundlichkeit
der Menschen auf, die im krassen Gegensatz zur allgegenwärtigen
Gewalt und prekären Sicherheitslage stehen.
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