2009
beginnt als Jahr der Afro-Klänge aus Peru und Kolumbien - gleich
vier neue Scheiben bürgen dafür. Allen voran sorgen vier
junge Kosmopoliten aus Lima mit dem Starproduzenten Toni Economides
(Nitin Sawhney, Da Lata, 4hero) dafür, dass afro-peruanische
Roots clubtauglich werden: Novalima (Foto) koppeln
den bluesigen Landó-Rhythmus und die romantische Marinera
auf „Coba Coba“ (Cumbancha Records/Exil)) mit Deep Dub,
Reggae, Broken Beat, Salsa, Soca, Funk und HipHop, unter den Gästen
ist Gecko Turner. Auch Christoph H. Müller vom Gotan Project
hat sich zusammen mit Rodolfo Muñoz der Begegnung von peruanischen
Roots und Elektronik verschrieben: Als Radiokijada
lassen sie auf ihrer EP „Agua E’Nieve“ (March:Music/Discograph)
schwere Dubs mit traditioneller, aus einem Eselkiefer gefertigten
Perkussion kollidieren.
Traditioneller tönt ein exzellenter Sampler aus Kolumbien:
„Pácifico Colombiano“ (Otrabanda
Records/New Music) stellt – begleitet von einem exquisiten
Booklet - in einem Rundumschlag rurale und urbane Klänge der
Pazifikküste von der Metropole Buenaventura bis zur Region
Chocó vor, die aus dem letzten Jahrzehnt stammen. Das siedelt
manchmal nah an der Salsa, hat zuweilen einen Schuss HipHop, klingt
dann wiederum sehr schwarzafrikanisch mit Marimbaphon oder schlurft
mit windschiefen Bläsern durch eine Cumbia. Letzterer widmet
sich auch die Kollektion „Arriba La Cumbia!“
(Crammed/Indigo) und transferiert den traditionellen Rhythmus hinein
in House, Ragga und Cumbiaton, mithilfe von Up, Bustle & Out,
Mo’Horizons und Basement Jaxx – und all das in einem
durchgängigen Mix.
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