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Jazz thing 78
Nummer 78
April/Mai 2009

Neuer Trend: Afro-Peru & Afro-Kolumbien
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12.01.2009
 
15.12.2008
 
01.12.2008

Novalima2009 beginnt als Jahr der Afro-Klänge aus Peru und Kolumbien - gleich vier neue Scheiben bürgen dafür. Allen voran sorgen vier junge Kosmopoliten aus Lima mit dem Starproduzenten Toni Economides (Nitin Sawhney, Da Lata, 4hero) dafür, dass afro-peruanische Roots clubtauglich werden: Novalima (Foto) koppeln den bluesigen Landó-Rhythmus und die romantische Marinera auf „Coba Coba“ (Cumbancha Records/Exil)) mit Deep Dub, Reggae, Broken Beat, Salsa, Soca, Funk und HipHop, unter den Gästen ist Gecko Turner. Auch Christoph H. Müller vom Gotan Project hat sich zusammen mit Rodolfo Muñoz der Begegnung von peruanischen Roots und Elektronik verschrieben: Als Radiokijada lassen sie auf ihrer EP „Agua E’Nieve“ (March:Music/Discograph) schwere Dubs mit traditioneller, aus einem Eselkiefer gefertigten Perkussion kollidieren.

Traditioneller tönt ein exzellenter Sampler aus Kolumbien: „Pácifico Colombiano“ (Otrabanda Records/New Music) stellt – begleitet von einem exquisiten Booklet - in einem Rundumschlag rurale und urbane Klänge der Pazifikküste von der Metropole Buenaventura bis zur Region Chocó vor, die aus dem letzten Jahrzehnt stammen. Das siedelt manchmal nah an der Salsa, hat zuweilen einen Schuss HipHop, klingt dann wiederum sehr schwarzafrikanisch mit Marimbaphon oder schlurft mit windschiefen Bläsern durch eine Cumbia. Letzterer widmet sich auch die Kollektion „Arriba La Cumbia!“ (Crammed/Indigo) und transferiert den traditionellen Rhythmus hinein in House, Ragga und Cumbiaton, mithilfe von Up, Bustle & Out, Mo’Horizons und Basement Jaxx – und all das in einem durchgängigen Mix.

 
Neue Cumbia-Scheiben: "Pacifico Columbiano" und "Arriba La Cumbia!"