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Zum Tod von Yma Sumac
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17.11.2008
 
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20.10.2008

Yma SumacIm Alter von 86 Jahren ist die peruanische Ausnahmesängerin Yma Sumac am 1.11. in Los Angeles gestorben. Als Zoila Augusta Emperatriz Chavarri del Castillo im Hochlanddorf Ichocán geboren, führte sie ihre Abstammung auf den letzten Inka-König Atahualpa zurück. Zunächst sang sie in ihrer Heimat Volkslieder auf Quechua, tourte dann mit Moisés Vivanco, den sie 14jährig heiratete, und dessen Inka Taqui-Trio durch ganz Lateinamerika. Der Durchbruch kam in den USA: 1950 nahm sie Capitol unter Vertrag und produzierte mit dem Arrangeur Les Baxter die Platte „The Voice Of The Xtabay“.

Yma Sumac gehörte zu den ganz wenigen Sopranistinnen mit einem Stimmumfang von fünf Oktaven. Mit dem Beinamen „Nachtigall der Anden“ machte sie in den Folgejahren rasch Karriere in den USA und Europa und entwickelte sich zum größten Star des damals beliebten Exotica-Genres. Ihr Timbre-Spektrum reichte von Koloraturen bis zu Knurr- und Fauchlauten; das Repertoire der exzentrischen Diva umfasste sowohl folkloristische Indio-Lieder als auch Opernarien und Salsa. Als bekannteste Scheibe gilt ihre Produktion „Mambo“ aus dem Jahre 1955. Auch Hollywood ebnete ihr den Weg, 1953 spielte sie an der Seite von Charlton Heston in „Das Geheimnis der Inkas“.

In den 1960ern stand sie dann eher wegen Scheidung und finanzieller Probleme in den Schlagzeilen, tourte zur Schuldentilgung durch den Ostblock, konnte aber nach dem Ende der Exotica-Welle nicht mehr Fuß fassen. 1971 produzierte sie, wiederum mit Baxter, kurioserweise ein psychedelisch angehauchtes Rock-Album, das jedoch floppte. Erst seit Mitte der Achtziger ging sie immer wieder sporadisch auf die Bühne, 1991 und 1992 gab sie rare, von launischen Eklats begleitete Konzerte in Berlin und Hamburg. Heute hört man ihre Stimme vor allem in Werbespots für Autos und Eiscrème, aber auch die Sammler entdecken ihren auf CD erschlossenen Backkatalog.

 
<-- Mit 86 Jahren in Hollywood gestorben: Yma Sumac --> Mit 86 Jahren in Hollywood gestorben: Yma Sumac