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Jazz thing 76

Gestorben: Alton Ellis
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20.10.2008
 
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22.09.2008

Alton EllisAm 10. Oktober ist der Reggae-Pionier Alton Ellis im Alter von 70 Jahren im Londoner Hammersmith Hospital an einem Krebsleiden gestorben. Der Mann aus dem Kingstoner Ghetto Trenchtown galt als "Godfather of Rocksteady”, wenn vor dem Erfolg auch hartes Brot stand: Ellis versuchte sich erfolglos als Fußballer und Kricket-Spieler, mit mehr Fortune als Tänzer, entschied sich dann aber für eine Sänger-Karriere. Die begann er im legendären Studio One Ende der 1950er mit seinem Duettpartner Eddy Perkins, anschließend mit der Band The Flames. Er landete in der Blütezeit des Rocksteady Hits wie "Don't Trouble People", "Dance Crasher" und "Cry Tough".

Sein Album „Mr. Soul Of Jamaica” für das Label Treasure Isle gilt als ein Meilenstein des Genres und der von ihm geprägte „Mad Mad“-Riddim mit der markanten horn line wurde einer der breitest gestreuten Samples im Reggae und Dancehall mit Nachwirkungen bis in den HipHop. 1972 siedelte Ellis mit der Zwischenstation Kanada nach England über und setzte dort seine Laufbahn erfolgreich fort – gefeiert wurde er dort auch vom Skinhead-Publikum. In Südlondon gründete er sein Label All-Tone und eröffnete einen gleichnamigen Plattenladen. Nach vorübergehendem Popularitätsverlust erfreute sich Alton Ellis seit 15 Jahren mit dem Revival des Rocksteady wieder zunehmender Beliebtheit sowohl in Jamaika als auch Europa und stand regelmäßig auf der Bühne, bis er diesen August eben dort einen Schwächeanfall erlitt.

 
Alton Ellis im Alter von 70 Jahren in London gestorben