Ob
die Machtteilung zwischen Robert Mugabe und Morgan Tsvangirai ein
Ende von Simbabwes Misere herbeiführen kann, ist zu bezweifeln.
Bereits Ende August hat die wichtigste Sängerin des Landes,
Chiwoniso Maraire (Foto) sich entschieden, ihre
Heimat vorläufig zu verlassen. Als Grund gab sie an, im maroden
Staat kein Auskommen mehr zu haben. Es sei keine Flucht, betont
sie, praktische Erwägungen als Künstlerin und Mutter hätten
sie zu diesem Schritt bewogen. Unmissverständlich betont sie:
„Zimbabwe is my heart and my soul.“ Von Kalifornien
aus möchte sie die Experimente mit ihrem Sound vorantreiben
und eine neue Band aufbauen. Ihr neues Album „Rebel
Woman“
erscheint im Oktober.
Kriegsflüchtlingen aus der Heimat möchte die georgische
Band The Shin (aktuelle CD „Egari“
auf Jaro) mit einer kleinen Reihe von Benefizkonzerten helfen. Eine
der Grundregeln der georgischen Polyphonie ist die gegenseitige
Hilfe der Sänger, die sich während des Gesangs „Atem
schenken“, damit das Lied weiterlebt. Wie die Sänger
eines georgischen Chors will „The Shin“ den Flüchtlingen
des Krieges beistehen, mit drei Benefizkonzerten in Berlin (19.10.,
Kulturbrauerei), Hamburg (20.10., Fabrik) und Bremen (21.10., Moments).
Mit jeder Eintrittskarte von diesen Konzerten wird die Stiftung
„Lifeline Georgia“ unterstützt.
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