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Jazz thing 75

Musik & Politik: Chiwoniso & The Shin
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22.09.2008
 
08.09.2008
 
25.08.2008

Chiwoniso MaraireOb die Machtteilung zwischen Robert Mugabe und Morgan Tsvangirai ein Ende von Simbabwes Misere herbeiführen kann, ist zu bezweifeln. Bereits Ende August hat die wichtigste Sängerin des Landes, Chiwoniso Maraire (Foto) sich entschieden, ihre Heimat vorläufig zu verlassen. Als Grund gab sie an, im maroden Staat kein Auskommen mehr zu haben. Es sei keine Flucht, betont sie, praktische Erwägungen als Künstlerin und Mutter hätten sie zu diesem Schritt bewogen. Unmissverständlich betont sie: „Zimbabwe is my heart and my soul.“ Von Kalifornien aus möchte sie die Experimente mit ihrem Sound vorantreiben und eine neue Band aufbauen. Ihr neues Album „Rebel Woman“
erscheint im Oktober.

Kriegsflüchtlingen aus der Heimat möchte die georgische Band The Shin (aktuelle CD „Egari“ auf Jaro) mit einer kleinen Reihe von Benefizkonzerten helfen. Eine der Grundregeln der georgischen Polyphonie ist die gegenseitige Hilfe der Sänger, die sich während des Gesangs „Atem schenken“, damit das Lied weiterlebt. Wie die Sänger eines georgischen Chors will „The Shin“ den Flüchtlingen des Krieges beistehen, mit drei Benefizkonzerten in Berlin (19.10., Kulturbrauerei), Hamburg (20.10., Fabrik) und Bremen (21.10., Moments). Mit jeder Eintrittskarte von diesen Konzerten wird die Stiftung „Lifeline Georgia“ unterstützt.

 
The Shin gibt Benefizkonzerte für Flüchtlinge des Georgienkrieges.