Der
Soulsänger Isaac Hayes ist tot. Am gestrigen
Sonntag wurde der 65jährige in seinem Haus in Memphis von Familienangehörigen
regungslos neben einem Fitness-Laufband gefunden und konnte nicht
mehr wiederbelebt werden, meldet der Nachrichtensender CNN. Hayes
zählte zu den wichtigsten Vertretern des US-Soul überhaupt
und war einer der herausragenden Songwriter und Interpreten des
Memphis-Labels Stax. Dort begann der Autodidakt
seine Karriere Mitte der 1960er als Autor von Klassikern wie „Soul
Man“ und „Hold On I’m Comin“, seine
ersten eigenen Alben fürs Label waren „Presenting
Isaac Hayes“ (1967) und der Meilenstein „Hot
Buttered Soul“ (1969).
Weltweit Aufsehen erregte Hayes 1971 schließlich mit seinem
Soundtrack zum Blaxploitation-Streifen „Shaft“.
Isaac Hayes’ sonore Stimme und seine Fähigkeit, bekannte
Popsongs in dramatischen Orchestrierungen auf über zehn Minuten
zu weiten, wurden sein Markenzeichen. Sowohl für die Disco-Bewegung
als auch den Rap hat er frühe Impulse gegeben. Hayes wurde
seit den 1980ern auch als Film- und Fernseh-Star bekannt, unter
anderem in Detektiv Rockford und Miami Vice, für die Zeichentrickfilmserie
South Park lieh er der Figur des Chefkochs seine Stimme.Die Gesundheit
des Mannes, der vor drei Jahren den Scientologen beigetreten war,
befand sich schon 2006 in einem kritischen Zustand, als er einen
Herzinfarkt erlitt. Im gleichen Jahr unterschrieb er wieder beim
neuformierten Stax-Haus, veröffentlichte jedoch keine Platte
mehr.
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