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Jazz thing 75

Biometrie schafft Visa-Probleme
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30.06.2008
 
16.06.2008
 
02.06.2008

Biometrie Das Organisatorenteam der WOMEX berichtet von neuen Schikanen, die Weltmusikbands zu erdulden haben, wenn sie Visa für Auslandskonzerte beantragen. Diesmal hat es die Kongolesen von Konono No.1 getroffen, die aufgrund des Bürgerkrieges in der Heimat ihre Dokumente in Kenia abwickeln mussten, was zu unerwarteten Verzögerungen führte. Nun müssen sämtliche europäische Sommertermine gecancelt werden. Auch andere Bands klagen über geplatzte Termine in Europa, da sie nicht an Ausreisedokumente gelangen konnten:

Schuld daran ist immer öfter die Umstellung auf biometrische Datenerfassung. Diese fordert, dass sich jeder Einzelne mit Fingerbadruck registrieren lassen muss, wo bislang ein Stellvertreter alle Pässe einer Gruppe einreichen konnte. Hinzu kommt, dass zum Beispiel in Ländern ohne britisches Konsulat wie Mali die Erfassung der Künstler in einem Nachbarland erfolgen muss, damit sie im UK auftreten dürfen. Viele Gruppen bzw. ihre Agenten können sich die teuren Reisen inklusive Übernachtungen zu den Standorten der Behörden nicht leisten. Dies wurde kürzlich etwa den Amazones de Guinée und einem Mitglied der Band von Vieux Farka Touré zum Verhängnis.

 
"Scheiterten an der neuen Visa-Politik: Amazones De Guiné und Konono No.1"/a>