Als
mutige Frau mit einem afro-amerikanischen Hintergrund haben wir
Chiwoniso Maraire schon auf ihrem Debüt kennen
gelernt. Mit ihrem neuen Album „Rebel Woman“
(Cumbancha/Exil, VÖ im September) zieht die Dame noch ein wenig
an Bissigkeit an: In den auf Mbira-Patterns basierenden Songs engagiert
sie sich für echte Unabhängigkeit in ihrer Heimat Zimbabwe,
für die Belange der Kinder und für das Weiterleben der
kulturellen Werte aus der Vorkolonialzeit. Kräftige Hoffnungssignale
aus einem gebeutelten Land. Eine ausführliche Tour ist für
Oktober und November in Planung.
Ganz andere, nämlich eingängige Pop-Töne schlagen
Freshlyground auf ihrem neuen Album „Ma’cheri“
(Wrasse/Harmonia Mundi, VÖ: 15.8.) an. Als eine der wenigen
Bands, die Schwarze und Weiße in ihrem Line-Up vereinen, produziert
das Septett Ohrwürmer mit einem sehr internationalen Klangvokabular,
das man nicht immer zwingend mit ihrer Heimat Südafrika verbinden
würde. Xhosa-Sängerin Zo Mohola mit ihrer mädchenhaft-unbeschwerten
Stimme verleiht der Gruppe ihren einprägsamen Sound. Im Juli
spielen Freshlyground einige Termine im deutschsprachigen Raum (4.7.
Karlsruhe, 5.7. Oldenburg, 11.7. Bregenz, 19.7. Berlin).
|