Nachdem
die tibetbegeisterte Pekinger Popsängerin Sa Dingding
mit genauso sympathischen wie diplomatischen Äußerungen
ihre Promotermine in Deutschland beendet hat (Bericht im nächsten
Heft), wurde ein erschreckendes Beispiel dafür bekannt, wie
gefährlich das Leben einer unbequemeren Künstlers im „Reich
der Mitte“ sein kann: Jamyang Kyi, die beliebte
tibetische Sängerin, international wirkende Frauenaktivistin
und Mitarbeiterin des staatlichen Senders Qinghai TV, wurde am 1.
April von der chinesischen Polizei in ihrem Haus in Xining verhaftet.
Dies meldet der US-Radiosender Free Asia. Zugleich beschlagnahmten
Sicherheitskräfte ihren Computer. Am 7.April konnte ihr Mann
sie besuchen, seitdem fehlt nach aktuellem Stand von ihr jegliche
Spur. Jamyang war 2006 auch im Westen bekannt geworden, als sie
in den USA tourte. Was ihr konkret vorgeworfen wird, ist unbekannt.
Am 8.Mai startet eine fünfwöchige neue Deutschlandtournee
der buddhistischen Nonne Ani Choying Drolma. Die
Nepalesin tritt bei einigen ihrer Konzerte als Rahmengestaltung
von Dalai Lama-Vorträgen auf. Ani Choying
singt tibetische Mantren und spirituelle Lieder und hat sich bereits
zweimal zu Kollaborationen mit dem amerikanischen Produzenten Steve
Tibbetts zusammengefunden. Ani Choying setzt sich für Ausbildung
benachteiligter Mädchen ein und hat in der Nähe von Kathmandu
eine Schule für junge Nonnen errichtet.
www.choying.de
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