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Jazz thing 73
Nummer 73
April/Mai 2008

Stimmen aus Tibet und Nepal
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21.04.2008
 
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25.03.2008

Jamyang KyiNachdem die tibetbegeisterte Pekinger Popsängerin Sa Dingding mit genauso sympathischen wie diplomatischen Äußerungen ihre Promotermine in Deutschland beendet hat (Bericht im nächsten Heft), wurde ein erschreckendes Beispiel dafür bekannt, wie gefährlich das Leben einer unbequemeren Künstlers im „Reich der Mitte“ sein kann: Jamyang Kyi, die beliebte tibetische Sängerin, international wirkende Frauenaktivistin und Mitarbeiterin des staatlichen Senders Qinghai TV, wurde am 1. April von der chinesischen Polizei in ihrem Haus in Xining verhaftet. Dies meldet der US-Radiosender Free Asia. Zugleich beschlagnahmten Sicherheitskräfte ihren Computer. Am 7.April konnte ihr Mann sie besuchen, seitdem fehlt nach aktuellem Stand von ihr jegliche Spur. Jamyang war 2006 auch im Westen bekannt geworden, als sie in den USA tourte. Was ihr konkret vorgeworfen wird, ist unbekannt.

Am 8.Mai startet eine fünfwöchige neue Deutschlandtournee der buddhistischen Nonne Ani Choying Drolma. Die Nepalesin tritt bei einigen ihrer Konzerte als Rahmengestaltung von Dalai Lama-Vorträgen auf. Ani Choying singt tibetische Mantren und spirituelle Lieder und hat sich bereits zweimal zu Kollaborationen mit dem amerikanischen Produzenten Steve Tibbetts zusammengefunden. Ani Choying setzt sich für Ausbildung benachteiligter Mädchen ein und hat in der Nähe von Kathmandu eine Schule für junge Nonnen errichtet.

www.choying.de

 
Ani Choying Drolma kommt im Rahmen des Dalai Lama-Besuchs auf Deutschlandtournee.