2008
ist zum Jahr der Bossa Nova erklärt worden, denn vor 50 Jahren
wurde das Genre aus der Taufe gehoben. Auffällig, dass derzeit
aber vor allem der Samba fröhliche Urständ’ feiert,
ganz aktuell mit drei Veröffentlichungen. Os Ipanemas
(Foto) zelebrieren auf „Call Of The Gods“ (Far Out/Rough
Trade, VÖ: 11.4.) ein Samba-Feeling wie vor viereinhalb Dekaden,
als sich der Perkussionist Wilson Das Neves und
Gitarrist Neco erstmals zusammengetan hatten, um
ihren Debüt-Klassiker einzuspielen. Nach Teamworks mit allen
Größen Brasiliens erfreuen sich die beiden Siebzigjährigen
seit einigen Jahren eines Comebacks unter der „Ipanemas“-Marke.
Für den entspannten Sound zwischen Samba-Jazz und Bossa mit
starken afrobrasilianischen Unterströmungen zeichnen auf dem
neuen Werk Mitmusiker von Caetano Veloso, Azymuth und Chico Buarque
verantwortlich.
Maria Rita ist ebenfalls dem Charme des Samba verfallen:
Auf „Samba Meu” (Warner) huldigt die Tochter von Elis
Regina dem Genre mit zeitgenössischen Autoren wie Arlindo
Cruz und Picolé, als Support agiert
die älteste Escola de Samba von Rio, die Mangueira.
Und zu guter Letzt gibt es ein eigentlich schon sieben Jahre altes
fulminantes Samba-Album nun offiziell in Deutschland: Hinter „Tudo
Azul“ (Red Circle/Indigo) verbirgt sich Marisa Montes
Kollaboration mit ihrer Lieblings-Sambaschule, der Velha
Guarda da Portela.
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