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Jazz thing 73
Nummer 73
April/Mai 2008

Rio: Samba im Bossa-Jahr
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10.03.2008
 
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12.02.2008

Os Ipanemas2008 ist zum Jahr der Bossa Nova erklärt worden, denn vor 50 Jahren wurde das Genre aus der Taufe gehoben. Auffällig, dass derzeit aber vor allem der Samba fröhliche Urständ’ feiert, ganz aktuell mit drei Veröffentlichungen. Os Ipanemas (Foto) zelebrieren auf „Call Of The Gods“ (Far Out/Rough Trade, VÖ: 11.4.) ein Samba-Feeling wie vor viereinhalb Dekaden, als sich der Perkussionist Wilson Das Neves und Gitarrist Neco erstmals zusammengetan hatten, um ihren Debüt-Klassiker einzuspielen. Nach Teamworks mit allen Größen Brasiliens erfreuen sich die beiden Siebzigjährigen seit einigen Jahren eines Comebacks unter der „Ipanemas“-Marke. Für den entspannten Sound zwischen Samba-Jazz und Bossa mit starken afrobrasilianischen Unterströmungen zeichnen auf dem neuen Werk Mitmusiker von Caetano Veloso, Azymuth und Chico Buarque verantwortlich.

Maria Rita ist ebenfalls dem Charme des Samba verfallen: Auf „Samba Meu” (Warner) huldigt die Tochter von Elis Regina dem Genre mit zeitgenössischen Autoren wie Arlindo Cruz und Picolé, als Support agiert die älteste Escola de Samba von Rio, die Mangueira. Und zu guter Letzt gibt es ein eigentlich schon sieben Jahre altes fulminantes Samba-Album nun offiziell in Deutschland: Hinter „Tudo Azul“ (Red Circle/Indigo) verbirgt sich Marisa Montes Kollaboration mit ihrer Lieblings-Sambaschule, der Velha Guarda da Portela.

 
"Samba-Alben von Maria Rita und Marisa Monte">