Zum
zehnjährigen Bestehen wird die Nichtregierungsorganisation
Freemuse einen Award ins Leben rufen, mit dem die
Verteidigung der Menschenrechte von Musikern ausgezeichnet werden
soll. Freemuse kümmert sich nunmehr seit einem Jahrzehnt um
die Aufdeckung von musikalischer Zensur weltweit und unternimmt
auf vielfältige Weise Anstrengungen, um die Garantie künstlerischer
Freiheit zu erwirken. Preiswürdig sollen sowohl Musiker, Komponisten,
Produzenten, Journalisten als auch Organisationen sein, die ihre
Arbeit trotz Bedrohung beständig weiterführen oder Fälle
von Rechtsmissbrauch anhand Recherche oder durch konkreten Widerstand
bekannt machen.
Zu den jüngsten Fällen, die Freemuse aufgedeckt hat, zählen
die Einschüchterung von Musikern und ihrer Fans in Weißrussland
und der Ukraine, die Zensur von Filmmusicals im nigerianischen Kano,
die Kontrolle der Drogenbarone über die Musik brasilianischer
Favelas und die zunehmenden Repressalien gegen Künstler in
Zimbabwe. Ebenfalls betroffen von musikalischer Zensur ist der pakistanische
Musiker Salman Ahmad (Foto) von der Band Junoon,
der für Freemuse als Botschafter unterwegs und gerade bei der
Verleihung des Friedennobelpreises in Oslo aufgetreten
ist.
www.freemuse.org
|