Nach
BAP und dem Buena Vista Social Club jetzt der Blues: Wim Wenders’
Hommage an den Blues der 1930er, “The Soul Of A Man”
läuft seit wenigen Tagen in den deutschen Kinos. Wenders Streifen
ist Teil einer Siebener-Serie über den Blues, an der sich so
illustre Regisseure wie Clint Eastwood und Martin Scorcese beteiligten,
und der in den USA schon im Fernsehen ausgestrahlt wurde (wir berichteten).
Wenders porträtiert in seinem Beitrag drei Legenden, die ihm
persönlich viel bedeuten: Skip James (Foto), Blind
Willie Johnson und J.B. Lenoir. “Ich habe eher
wie in einem Gedicht, weniger wie in einer Dokumentation versucht,
das zu beschreiben, was mich in ihren Liedern und ihren Stimmen
so sehr bewegt hat”, so der Düsseldorfer.
Der Film kombiniert unter Verwendung modernster Mittel Reales und
Fiktionales: Archivaufnahmen wurden verquickt mit “nachgestellten”
Szenen aus dem Leben der Musiker. So schlüpft in Ermangelung
von historischem Material etwa Chris Thomas King in die Haut
von Blind Willie Johnson. Die neuen Bilder wurden mit Schwarz-Weiß-Technik
und Handkamera auf alt getrimmt. Eingearbeitet sind Cover-Versionen
der alten Helden von u.a. Cassandra Wilson, Alvin Youngblood
Hart oder James “Blood” Ulmer. Erzähler
ist Lawrence Fishburne, der als Morpheus aus “Matrix”
bekannt ist.
www.wim-wenders.com
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