Seit
den Fünfzigern besaß sie in Spanien und darüber
hinaus immense Popularität: Die Flamencosängerin La Paquera
De Jerez (Foto), die am 26.April im Alter von 70 Jahren gestorben
ist. La Paquera wurde als Tochter eines Gitano im andalusischen
Jerez De La Frontera geboren, der wahrscheinlichen Geburtsstadt
des Flamenco. Zu ihren Lehrern zählte unter anderem die legendäre
Niña De Los Peines. 1959 brach sie zu ihrer ersten
Spanien-Tournee auf und wurde binnen kurzer Zeit zu einer führenden
Gestalt der damaligen Szene, die gerade kurz vor einem Revival stand.
Mit ihrer kraftgeladenen Stimme und einem außerordentlichen
Gefühl für rhythmische Präzision stieg sie bald zur
“Königin der Bulerías” auf, einem
der bekanntesten, fröhlicheren Stile des Genre. Auch für
ihrer Interpretation von Fandangos und der Cantes ihrer Heimatstadt
Jerez war sie geschätzt. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen
und nahm einen umfangreichen Katalog von Platten auf. Sowohl mit
Musikern des aufkeimenden Revivals arbeitete sie zusammen (Manolo
Sanlúcar) als auch mit den aktuellen Vertretern des jungen
Flamenco (Montse Cortés). In Carlos Sauras
berühmtem Flamenco-Film von 2000 singt sie in der Eröffnungs-Sequenz.
Erst vor kurzem eroberte sie das japanische Publikum. Ihre CDs sind
derzeit nur schwierig zu bekommen, man sollte es über spanische
Web-Seiten wie z.B www.esflamenco.com versuchen.
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